JULBO

Wenn «made in Jura» ins Auge sticht

Text
Laurent Grabet
Copyright
Julbo
Erscheinungstermin
HERBST 2021
JULBO
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Die Marke Julbo wurde 1888 von einem gewissen Jules Baud in der Wiege der französischen Brillenindustrie gegründet. Heute gilt sie in vielen Sportarten als Referenz. Wir haben uns am Firmensitz mit den Verantwortlichen über die Erfolgsgeschichte unterhalten.

«Nach einer Legende sollen Brillen in Morez erfunden worden sein», sagt Christophe Beaud mit einem Lächeln. Der CEO von Julbo sitzt uns im luxuriösen Showroom der Marke gegenüber und macht keinen Hehl daraus, wie stolz er auf das Vermächtnis ist. Im lokalen Museum heisst es etwas unprätentiöser, die Stadt sei die nationale Wiege der Brillenindustrie. Unbestritten ist auf jeden Fall, dass das kleine Tal im französischen Jura eine wichtige Rolle in der Geschichte der Brillenherstellung spielt. Davon zeugt auch die renommierte nationale Optikerschule, die noch immer in der Kleinstadt angesiedelt ist. 15 grosse Marken haben hier in den goldenen 1970er-Jahren Brillen hergestellt, aber nur wenige haben überlebt. Julbo hingegen floriert. Das französische KMU beschäftigt heute 200 Personen, 80 allein am Firmensitz in Longchaumois. Es verkauft jedes Jahr rund eine Million Brillen in 90 Ländern und erwirtschaftet einen Umsatz von
30 Millionen Euro.

Jules Baud würde seinen Ohren nicht trauen! 1888 legte der Einheimische in Morez den Grundstein für die Marke Julbo, als er im Auftrag von Kristallsuchern aus Chamonix Spezialbrillen entwickelte. 1950 erlebte die kleine Firma ihren ersten Wachstumsschub. Sie spezialisierte sich auf Gletscherbrillen und machte mit dem Modell «Vermont» Furore. Die todschicke runde Brille mit den Seitenteilen aus Leder begleitete Lionel Terray, Maurice Herzog und Louis Lachenal auf ihren Himalaja-Expeditionen. Sie wird auch heute noch produziert.

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julbo.com

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