Fliegende

Zeitgenossen

Text
Yannick Nardin
Erscheinungstermin
HERBST 2021
Fliegende

Segeln, tauchen, aber auch fliegen: Uhren haben schon viele unerschrockene Welteroberer bei ihren Husarenstücken begleitet. In der Luft halfen die wertvollen Messinstrumente den Piloten, die Wolken zu durchbrechen, ohne sich die Flügel zu verbrennen. Sie treffen mit ihrem nostalgisch-sportlichen Look noch immer den Nerv der Zeit.

Schon für die ersten Flüge der Geschichte haben Uhrmacher Instrumente entwickelt, um die Piloten bei ihren anspruchsvollen Aufgaben zu unterstützen. Die uhrmacherischen Errungenschaften sind aber nicht nur eng mit der Eroberung der Lüfte verbunden, sondern dienten im 20. Jahrhundert auch dem Militär, das auf zuverlässige Fluginstrumente angewiesen war. Mittlerweile haben sich die Zeiten geändert. Heute, im dritten Jahrtausend, engagieren sich viele Marken wie Longines und Hamilton für den Klimaschutz und beteiligen sich an der Forschung für einen nachhaltigeren Luftverkehr. Den damaligen Funktionen und Stilen haben sie deswegen aber nicht den Rücken gekehrt. Im Gegenteil! Sie interpretieren sie immer neu und lassen den Abenteuergeist der Luftakrobaten und ihre verrücktesten Heldentaten in Vintage-Uhren weiterleben.

Erste Höhenflüge mit Oberschenkel- und Armbanduhren

1903 machten sich die Brüder Wright, Wilbur und Orville auf, die Lüfte zu erobern. Sie realisierten schnell, wie wichtig die Zeitmessung beim Fliegen ist und beauftragten Vacheron Constantin, eine Uhr nach ihren Vorstellungen herzustellen. Die Manufaktur konstruierte ein Modell, das nicht grösser war als eine Taschenuhr und sich mit einem Riemen am Oberschenkel befestigen liess. Mit ihren grossen, gut lesbaren arabischen Ziffern, der überdimensionierten Krone, den vorstehenden Zeigern und dem Chronometer-Handaufzugswerk mit kleiner Sekunde war sie wohl die erste Pilotenuhr der zeitgenössischen Uhrmacherei...


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