Das Fatbike

überrollt die Schweiz

Text
Laurent Grabet
Copyright
Daniel Wildey
Erscheinungstermin
07.01.2021
Das Fatbike
Das Fatbike
Das Fatbike
Das Fatbike

Es überwindet Schlamm, Kies, schneebedeckte Hänge und Sandstrände. Sogar Treppen widerstehen ihm nicht. Das Fatbike kommt überall durch. Es wurde in Nordamerika entwickelt und erobert jetzt die Schweiz. Damit es sämtliche Bedürfnisse erfüllt, gibt‘s den dicken Brummer auch elektrisch. Egal, ob fette Runs oder gemütliche Familienfahrten, das Fatbike steht für Fun und ein wunderbares Gefühl der Freiheit.

Man nennt es Fatbike, Snowbike oder Winterbike. Der Name spielt aber eigentlich keine Rolle, denn worauf es ankommt, sind seine extrabreiten Reifen mit viel Profil oder sogar Spikes, die auf einen überdimensionierten Mountainbike-Rahmen montiert werden. Sein seltsames Übergewicht verleiht ihm etwas Karikaturartiges, doch unter den Pedalen wirkt es Wunder. Auch auf schwierigem Gelände sinkt es nicht ein und überzeugt durch viel Grip und ein sehr gutes Überrollverhalten.
Das relativ günstige Velo (ab 1000 Franken) hat eine Einblattschaltung und starke Scheibenbremsen, aber keine Federgabel. Deren Aufgabe übernehmen die praktisch doppelt so breiten Reifen wie die eines herkömmlichen Mountainbikes. Sie haben nur wenig Druck, sodass sie Schläge gut abfedern und für die nötige Stabilität sorgen. Für angefressene Radfahrer ist das seltsame Gefährt ein Segen: Es überbrückt die Zeit zwischen Herbst und Frühling und ist eine Art fehlendes Glied zwischen Strasse, Gravel und Mountainbike. Geschwindigkeitsrekorde lassen sich mit den dicken Dingern natürlich nicht brechen, dazu sind sie mit ihren rund 14 Kilo schlicht zu schwer. Doch darum geht es auch gar nicht. Was zählt, ist einzig der Fahrspass bei ungewöhnlichen Bedingungen.

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